Worte zum Advent

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„Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“ Jesaja 50, Vers 10

Wer kennt das nicht? – Zeiten der Dunkelheit. Stunden, Tage, nicht enden wollende Zeit ohne Licht- und Ausblick: wenn man an einem Krankenbett sitzt und auf das Aufwachen oder das Gesunden eines anvertrauten Menschen wartet; wenn nach allem Warten und Bangen und Hoffen doch scheinbar alles umsonst war; wenn klar wird, dass man zu denen gehört, die offenbar nicht weiter gefragt sind; wenn Aufgaben auf einen warten, die zu schwer anmuten und unlösbar scheinen. Die Beispiele kann jede und jeder von uns persönlich fortsetzen.

Wenn unsere Kräfte nicht reichen, benötigen wir Unterstützung von geliebten Menschen, von sachkundigen Beratenden, von Menschen oder Institutionen, denen wir Vertrauen entgegen-bringen. Unser Vertrauen ist nötig, damit wir zuhören, hinhören und sich das Durcheinander der Sorgen oder Belastungen lichten kann.

Der Monatsspruch für Dezember greift solche Situationen auf und dem, der sie geschrieben und weitergegeben hat, war so etwas nicht fremd. Der sogenannte „dritte“ Jesaja hat erfahren, dass sein Vertrauen auf Gott weitergeholfen hat, ermutigen konnte in schier ausweglosen Situationen.

Wir lesen und hören das Wort im Advent als Losung für den Monat Dezember. Es ist dunkler geworden draußen, manche persönliche oder gesellschaftliche Situation mag uns belasten. Ob wir Antworten finden für die drängenden Fragen unserer Zeit und das, was uns persönlich sorgt?

Die Adventszeit setzt etwas gegen diese verunsichernden Fragen, gegen die Ungewissheit der Dunkelheit: das Licht des Vertrauens und der Hoffnung. Wir zünden im Advent Kerzen an, eine nach der anderen auf unseren Adventskränzen, beleuchten Fenster und Haus- und Wohnungseingänge und zeigen damit bewusst oder auch unbewusst, dass wir dem Dunkel etwas entgegensetzen möchten.

Ich persönlich mag diese Zeit. Mit dem zunehmenden Kerzenlicht wende ich mich zu Gott hin, suche bei Gott die Leichtigkeit, die in meinem Leben Not wenden kann. Und so feiern wir an Heiligabend und in der ganzen Weihnachtszeit das Licht, das zu uns kommt. Darum brauchen wir keine Angst zu haben, egal wie dunkel es zurzeit auch sein mag: „Christ, der Retter ist da“ – so heißt es im Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ – und so feiern wir, dass Gott Mensch wird und unsere Sehnsucht und Hoffnung Hand und Fuß bekommt.

Ihnen allen wünsche ich eine helle Advents- und Weihnachtszeit sowie Gottes Segen für das Jahr 2020. Es grüßt herzlich Ihr Klaus Völkl