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Foto: Niklas Baumberger

Bericht aus dem Presbyterium

In der Junisitzung 2026 des Presbyteriums wurden u.a. folgende Themen besprochen:

Theologisches Thema: Friedensarbeit in der Gemeinde

„Jeder Gottesdienst kann und soll zum Frieden bilden“ hatte die Friedensdenkschrift der EKD 2007 noch formuliert und vorgeschlagen, dass Kirchengemeinden die Aufgabe angehen, in all ihren Handlungsfeldern „Friedensbildung“ einzuüben.
Seit Jahren trägt unsere Gemeinde die wöchentliche „Mahnwache“ maßgeblich mit, die ja – einmal ganz unbescheiden formuliert – Anteil hat an der Suche nach einer angemessenen christlichen Friedensethik für das 21. Jahrhundert.
Das Presbyterium berät über weitere Möglichkeiten, in der Gemeinde friedenspädagogisch und ethisch-orientierend zu arbeiten. Dabei wird betont, dass Herzensbildung, ethische Orientierung und praktisches Engagement für den Frieden untrennbar miteinander verbunden sind.
In den vergangenen Monaten fällt besonders die zunehmende Angst unter Jugendlichen auf. Viele von ihnen sorgen sich um Krieg in Europa, wirtschaftliche Unsicherheiten, die Klimakrise sowie um persönliche Themen wie Einsamkeit.
Die Gemeinde möchte deshalb Angebote schaffen, die Sicherheit geben und Austausch ermöglichen. Es werden verschiedene Ideen gesammelt:

  • Ökumenische FriedensDekade vom 8.–18. November 2026 unter dem Motto „couragiert widerständig“.
  • Tibetische Gebetsfahnen – Gemeinsam gestaltete Fahnen mit Wünschen und Fürbitten. Im Mittelpunkt sollen nicht kreative Aspekte stehen, sondern die Gespräche und Begegnungen während des Gestaltens.
  • Dienst für den Frieden – Das Projekt Friedensgespräche könnte durch die Einladung einer Expertin oder eines Experten in die Gemeinde eingebunden werden.
  • Dokumentarfilm „Pray the Devil Back to Hell“ – Der Film basiert auf den Memoiren der Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und eignet sich als Ausgangspunkt für Gespräche.

Eine Arbeitsgruppe wird gebildet, die sich mit dem Thema Frieden in der Gemeinde auseinandersetzt. Teilnehmer sind Ulrich Kock-Blunk, Klaus Völkl, Thomas Tack, Lena Klein, Eva Löllgen, Brigitte Mettenbörger, Helga Heyder-Späth und Dagmar Wohlrab.

Schließlich wird über die Zukunft der regelmäßigen Mahnwache gesprochen, die seit Beginn des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine stattfindet. An der Mahnwache nehmen in der Regel etwa 60 Personen teil. Das zeigt, dass weiterhin großes Interesse an dem Thema besteht und dass eine sichtbare Präsenz wichtig für den Frieden bleibt. Sollte es zu einem Frieden zwischen Russland und der Ukraine kommen, müsste die bisherige Form der Mahnwache überdacht werden. Angesichts der vielen Konflikte weltweit könnte daraus eine neue Perspektive für zukünftige Mahnwachen entstehen, um weiterhin ein sichtbares Zeichen für den Frieden zu setzen.

Regionalisierung: Namenswettbewerb

Im Zuge der Regionalisierung – also des Zusammenschlusses unserer Kirchengemeinde mit acht weiteren Gemeinden des Ev. Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch – hat der Arbeitskreis Kommunikation einen Wettbewerb durchgeführt, um einen Namen für die neu entstehende Körperschaft zu finden.
Das Ergebnis: die Mehrheit der Teilnehmer entschied sich, zunächst keinen Namen zu vergeben und bei der Bezeichnung „(Region) Köln-Rechtsrheinisch-Nord“ zu bleiben.
An zweiter Stelle folgt der Name „(Region) Rheinbogen“ und an dritter Stelle „(Region) Schäl Sick Nord“.
Die drei meistgewählten Untertitel waren 1. „Evangelisch in Köln Rechtsrheinisch“, 2. „Evangelisch Köln Nord-Ost“ und 3. „Evangelisch in Köln rechtsrheinisch Nord“.
Nach eingehender Diskussion über die Frage, warum die Mehrheit vorläufig keinen Namen vergeben möchte, wird die endgültige Namensfindung auf einen späteren Zeitpunkt – nach der Etablierung der Rechtsform der Region – verschoben.

Nachhaltigkeitsprojekte an der Christuskirche

An Erntedank 2025 haben sich beim Werkstatttag „Nachhaltigkeit“ vier Arbeitsgruppen gegründet, die kleine Nachhaltigkeitsprojekte durchführen und begleiten sollen:
Gruppe 1 prüft die Möglichkeit, ein Lastenrad zur Ausleihe zur Verfügung zu stellen.
Gruppe 2 versucht sich an „Upcyclingprojekten“.
Gruppe 3 kümmert sich um ein Projekt „Kirchgarten“.
Gruppe 4 plant, eine Station zur „Rettung“ von Lebensmitteln zu erstellen.
Von den einzelnen Arbeitsgruppen wird u.a. über das Aufstellen eines Insektenhotels an der Christuskirche und über das Upcycling alter Stoffe berichtet.